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Die Kamera als Gegenüber

30. 05. 2026, 12:30 @ Festivalzentrum: Atrium Tower

Eventsprache: Englisch

Die Arbeit mit der Kamera im dokumentarischen Kontext ist immer auch eine Frage der Haltung. Sie ist im dokumentarischen Film mehr als ein Beobachtungsinstrument – sie tritt in Beziehung. 

Insbesondere in Krisenregionen, in politisch aufgeladenen Räumen oder im unmittelbaren Kontakt mit Menschen in Ausnahmesituationen verschiebt sich die Rolle der Kamera: Sie wird vom reinen Aufzeichnungsinstrument zu einem handelnden Gegenüber – zu einer anthropomorphen Instanz, die Beziehung stiftet, Nähe erzeugt und gleichzeitig Distanz reflektieren muss. Das Seminar untersucht die komplexe Dynamik zwischen Kamera, Protagonist*innen und filmischer Realität. Im Zentrum steht die Frage: Wie kann eine Kamera Nähe herstellen, ohne zu vereinnahmen – und Distanz wahren, ohne zu entfremden? 

Ausgehend von konkreten filmischen Arbeiten von Thomas Eirich-Schneider (u. a. Das Kongo Tribunal, Das neue Evangelium, On the Border, Meine Brüder und Schwestern im Norden) werden unterschiedliche Strategien der Annäherung analysiert: Arbeiten in politisch sensiblen Kontexten, Begegnungen mit „dem Fremden“ sowie das Filmen unter Bedingungen von Unsicherheit, Machtasymmetrien und kultureller Differenz.

Program Info

Die Kamera als Gegenüber

Gast

Thomas Eirich-Schneider

Thomas Eirich-Schneider works as a Director of Photography for TV and cinema productions, with a focus on international documentary films, collaborating with directors such as Sung-Hyung Cho, Pepe Danquart, Milo Rau, and Arne Birkenstock. For him, cinematography goes beyond technique—it is about exploring the unknown and creating powerful, personal visual worlds. He works across genres worldwide, focusing on films that challenge, move, and provoke thought.
12:30 Die Kamera als Gegenüber

Festivalzentrum: Atrium Tower

Eichhornstraße 3
10785 Berlin
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