Dx'Hub 2026 - Discussion zu Berichterstattung aus Kriegs- und Krisenregionen
Dx'Hub

Dokumentarisches Arbeiten in Kriegs- und Krisengebieten

31. 05. 2026, 14:00 @ Festivalzentrum: Lounge 19

Eventsprache: Englisch

Was bedeutet es, in Regionen zu filmen, die von Krieg, Krise, Repression oder politischer Instabilität geprägt sind? In dieser praxisorientierten Session geht es um Dreharbeiten und Recherche in Hochrisikokontexten, in denen jede Entscheidung logistische, ethische und persönliche Konsequenzen haben kann. Von Sicherheitsplanung und rechtlichen Fragen über Notfallprotokolle, Kommunikationswege und verlässliche lokale Netzwerke bis hin zur Vorbereitung vor Ort stehen die Voraussetzungen im Fokus, die geschaffen werden müssen, bevor Dreharbeiten überhaupt beginnen können. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Verantwortung gegenüber Teams, Protagonist*innen, Fixer*innen und Partner*innen sowie auf die psychische Belastung, die mit der Arbeit in Krisenkontexten verbunden ist.

Die Session verbindet fachlichen Input, praxisnahe Einblicke und offenen Austausch. 

Anhand konkreter Erfahrungen aus Produktionszusammenhängen erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Methoden der Vorbereitung, Instrumente der Risikobewertung und Prozesse der Entscheidungsfindung in unsicheren Situationen. Sie bietet Raum für Fragen, Fallbeispiele und gemeinsame Reflexion darüber, wie man sich verantwortungsvoll vorbereitet, auf schnelle Veränderungen reagiert und auch unter instabilen Bedingungen professionell und umsichtig arbeiten kann.

Program Info

Input Session

Gast

Vanessa Schlesier

Vanessa Schlesier ist Journalistin und preisgekrönte Dokumentarfilmerin. Sie arbeitet als Regisseurin, Autorin und Kamerafrau für internationale Medien wie ARTE, ARD, ZDF und PBS Frontline. Zuvor war sie Investigativreporterin für Die WELT und Spiegel TV. Ihre Arbeit führt sie in Konfliktregionen wie Afghanistan, Syrien und die DR Kongo. Sie konzentriert sich auf Menschenrechte, Migration und die Perspektiven von Frauen in autoritären Kontexten.

Moderation

Anna Ramskogler-Witt

Anna Ramskogler-Witt begann ihre Karriere in der Filmbranche 2006 beim Wiener Pool Filmverleih, wo sie das Bildungsprogramm aufbaute. Seit dem Beginn ihrer Karriere ist sie davon überzeugt, dass Dokumentarfilme durch einen Impact-Ansatz eine längere Lebensdauer und ein größeres Publikum erreichen können. Von 2019 - 2023 war sie künstlerische Leiterin des Human Rights Film Festival Berlin. Gemeinsam mit Vivian Schröder gründete sie 2024 The Good Media Network und ist die künstlerische Leiterin.
2:00 Input Session

Festivalzentrum: Lounge 19

Eichhornstraße 3
10785 Berlin
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