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© Fasad Fredrik Wenzel

Film

Wer sind wir ohne Arbeit?

Der Dokumentarfilm After Work von Erik Gandini hinterfragt Leistungsdruck, Identität und Sinn in einer Zukunft, in der Arbeit nicht mehr selbstverständlich ist. Ein Blick auf die sich wandelnde Rolle von Arbeit in der modernen Gesellschaft und die Frage, was von uns bleibt, wenn Arbeit nicht länger unseren Alltag bestimmt.

gesellschaft
Jana Sepehr
09.02.2026

Worum geht es in After Work?

Was bedeutet Arbeit heute – und was bleibt von uns, wenn sie wegfällt? Mit After Work widmet sich der schwedische Regisseur Erik Gandini einer der zentralen Fragen unserer Gegenwart. In einer Welt, in der Automatisierung, Effizienzsteigerung und KI immer mehr Lebensbereiche durchdringen, stellt der Film die scheinbar einfache, aber tiefgreifende Frage: Wer sind wir ohne unsere Arbeit?

Globale Perspektiven auf Arbeit und Arbeitskulturen

After Work ist ein essayistischer Dokumentarfilm, der über mehrere Kontinente hinweg unterschiedliche Arbeitsrealitäten und Lebensentwürfe zeigt. Gandini beobachtet Menschen in durchgetakteten Arbeitskulturen ebenso wie Gesellschaften, in denen Arbeit ihre zentrale Bedeutung verloren hat. Dabei entsteht ein vielschichtiges Bild von Arbeit als Quelle von Identität, sozialer Ordnung und Sinn – aber auch von Entfremdung, Erschöpfung und Leere.

 

Jetzt Screening anfragen!

After Work lebt vom Austausch. Plane ein eigenes Screening in deiner Community, an deinem Arbeitsplatz oder im Bildungsbereich.
Fülle das Formular aus und sag uns, in welchen Kontext du den Film zeigen möchtest. Wir stellen dir die Vorführdatei zur Verfügung.

Über Leistungsdruck und Selbstoptimierung

Der Film verzichtet bewusst auf klare Antworten und eindeutige Thesen. Stattdessen beobachtet er, führt Gespräche und zeigt Bilder, die zum Nachdenken anregen: über Leistungsdruck und Selbstoptimierung, über die Angst vor Bedeutungslosigkeit und über die Frage, wie wir unsere Zeit füllen würden, wenn Arbeit nicht mehr der Mittelpunkt unseres Lebens wäre. 

Immer wieder wird deutlich, wie tief das Konzept Arbeit in unser Selbstverständnis eingeschrieben ist – und wie schwer es vielen fällt, sich ein erfülltes Leben jenseits davon vorzustellen.

Der Film setzt auf Kontraste zwischen Kulturen, Arbeitsformen und Lebensstilen und lässt dem Publikum Raum für eigene Schlüsse. Die Dokumentation ist weniger eine klassische Analyse als eine philosophische Annäherung an ein Thema, das uns alle betrifft – gerade in einer Zeit, in der die Zukunft der Arbeit zunehmend ungewiss erscheint. 
 

Für wen ist After Work sehenswert?

After Work richtet sich an Zuschauer*innen, die Lust haben, vertraute Gewissheiten zu hinterfragen und sich auf eine offene, gedankliche Reise einzulassen. Wer den Kinosaal verlässt, nimmt womöglich neue Fragen mit – über Arbeit, Freizeit, Sinn und darüber, wie wir als Gesellschaft und Individuum in Zukunft leben wollen.

Jana Sepehr

Jana Sepehr ist freie Journalistin, u.a. für Die Zeit, Der Spiegel und das ZDF. Sie begleitet die Dokumentale als Chefredakteurin des Programmmagazins und unterstützt den D'Salon als Kuratorin.

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