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Französische Filmwoche in Berlin und vielen deutschen Städten – 16.-25. November 2026
Wer das diesjährige Programm des Doxumentale nach Produktionsländern durchforstet, stößt auf ein wiederkehrendes Muster: Frankreich taucht immer wieder auf. Nicht als dominanter Auftraggeber, sondern als verlässlicher Partner. Zehn Dokumentarfilme tragen die französische Beteiligung in ihren Credits, entstanden in Zusammenarbeit mit Filmemacher:innen aus Marokko, dem Kongo, Indien, dem Kosovo, der Slowakei, Slowenien, Kroatien und weiteren Ländern.
Die thematische Bandbreite dieser Koproduktionen ist bemerkenswert. Sie reicht von der Weltpremiere Women of Sin, in dem Noufissa Charai die marokkanische Aktivistin Karima Nadir beim Kampf gegen einen Paragrafen begleitet, der Sex außerhalb der Ehe kriminalisiert, bis zu Enough is Enough, in dem Elisé Sawasawa den Fall Gomas im Januar 2025 von innen heraus dokumentiert – als Lebenswirklichkeit einer Generation, die sich weigert zu verschwinden. Geschichte und Erinnerung stehen im Mittelpunkt von Ashes und The Beauty of the Donkey, während Fantastique, A Little Gray Wolf Will Come und We Have to Survive jeweils auf ihre eigene Weise fragen, was es kostet, in einer Welt im Wandel die eigene Haltung zu behaupten. The Mountain Won't Move, I, Poppy und The Blind Couple from Mali wiederum folgen Menschen, die ihren Platz in der Welt nicht suchen, sondern verteidigen.
Dass die Französische Filmwoche Berlin die Patenschaft für Women of Sin in diesem Jahr übernommen hat, macht eine Verbindung sichtbar, die das gesamte Paket prägt: Frankreichs Dokumentarfilmförderung reicht weit – von Conakry bis Grönland, vom kosovarischen Bergdorf bis ins Parlament von Rabat.
SAVE THE DATE
26. Französische Filmwoche, in Berlin und vielen deutschen Städten
19.-25. November 2026